Theoretiker

  
Aktuelle Sterbefälle

Nachdem schon diverse Dinge, wie der gute Geschmack im allgemeinen und modisch an kräftigen Mädchen, wenn es wärmer wird, im besonderen, sowie eine mögliche Nichtblamage Deutschlands bei Eurovision Song Contest dieses Jahr zu Grabe getragen wurden hat es nun noch weitere Stars ausgerußt. Michael Jackson und das Weltkulturerbetitel für das Dresdener Elbtal verließen uns praktisch zeitgleich. Der eine für immer, das andere können wir, zumindest in kleinen Häppchen wieder haben. Hamse versprochen!

Stellte außer mir auch noch jemand fest, dass das Helma vor laufenden Kameras irgendwie benommen wirkte? Zwinkerte so rum und redete ganz langsam. Vielleicht Hufeisennasenkot im Auge, oder war´s der Sekt von Sevilla? Hoffentlich isse gesund, nicht das da was ist, man weiß ja nie heut zu tage... geht ja manchmal so schnell...

[Betroffenheitsseufzpäuschen]

Und Jacko, die arme Socke! Medikamente soll er genommen haben, was keinen wundert. Vielleicht wurde er aber auch, von Schulden angetrieben, stutzig, als er feststellte, dass er es körperlich mit seinem Comeback kaum packen wird und hat der Sache selbst ein Ende gesetzt? Und schon brodelt die Gerüchteküche. Vielleicht ist es besser für ihn jetzt nicht mehr dabei zu sein. Man darf auch nicht vergessen, dass er immerhin in Saus und Braus lebte, zeitweise, und locker »doppelt so schnell« wie der Normalbürger und somit praktisch das stolze Alter von gut 100 Jahren erreichte.

Was kann ich draus machen? Nun, zunächst lege ich mal meine »Thriller«-LP (damals sogar bei AMIGA verlegt!) auf den Spieler, zieh sie mir zum Frühstück rein, und scheiße auf das Helma und das Erbe und den ganzen anderen Müll... Smooth Criminal!

(Octapolis)


Mit dem Bier durch Paris

Vorvorvorwort

Wem Zeilen zum Thema »Open Air Bier in europäischen Hauptstädten « suspekt oder gar widerwärtig unangenehm erscheinen: nicht weiterlesen!

Vorvorwort

Alle hier niedergeschriebenen Eindrücke, Empfehlungen, Preise und sonstiges entsprechen den Erlebnissen des Verfassers im Jahre 2008 und nicht auf ganz Frankreich, sondern ausschließlich auf die Hauptstadt Paris. Für spätere oder frühere Abweichungen bittet er um Verständnis und ist für jede Anreicherung seiner erbärmlichen Wissens dankbar. Keine Gewalt!

Vorwort

Gewiss, es gibt ungezählte Mengen an Reiseführern und Erlebnisberichten zu noch viel ungezählteren Orten dieses Planeten. Dabei gibt es Literatur rund um Sehenswürdigkeiten, Historie, kulinarisches, Shopping und auch zu noch so seltenen Randinteressen. In diese Kerbe soll nun auch der anschließende Text schlagen.


»Per Bier durch Paris«

Die Bierlandschaft unserer französischen Freunde ist bei weitem nicht so unerschöpflich, wie die unsrige und genauso wenig verfügen sie auch nur annähernd über ein Pfandsystem. Was, anwachsende Müllberge und protestierende Umweltaktivisten vor selbigen mal außer acht gelassen, wiederum eine praktische Seite und eine gewisse Beschaulichkeit für den Konsumenten mit sich bringt. Auch gibt es große Supermärkte ausschließlich vor den Toren der Stadt. Im inneren der Metropole gibt es vor allem kleinere Läden. Am meisten sind die »Franprix«- und »G20«-Filialen verbreitet. Normale Lebensmittelgeschäfte mit halbwegs einheitlichen Preisen und gekühlten Verkaufsräumen, was sich angenehm auf die Biertemperatur auswirkt. Des weiteren gibt es im Multi-Kulti-Schmelztiegel Paris praktisch an jeder Ecke kleinere Läden aller Arten und Nationalitäten für den geneigten Exotengenießer. Man findet hier gebraute Leckerbissen aus aller Herren Länder und auch hin und wieder deutsches Bier, welches zum Teil ausschließlich für den Export hergestellt wurde und so in Deutschland wiederum nicht erhältlich ist. In diesen Läden ist es jedoch stets ratsam den Preis, welcher selten eindeutig erkennbar ist, vor dem Gang an die Kasse zu erfragen. Ein Pluspunkt für kleine, privat geführte Läden, ist der stets präsente Kühlschrank, der manchen Trunk anschmeichelnder wirken lässt. Zudem haben viele dieser Läden, zumindest an stark frequentierten Punkten im Zentrum jenseits von Ladenschlussgesetzen, falls der Franzose so etwas kennt, geöffnet. Auch die, im Vergleich zu Deutschland eher unauffälligen, Tankstellen bieten verschiedenste Biersorten zu moderaten Preisen an. Moderat bedeutet hier nicht automatisch billig, so wie wir Deutsche es gewohnt sind, vielmehr gibt es hier eine gemischte Preispolitik. Dazu später mehr...

Wie der nicht schlafende Leser sicher schon bemerkte, geht es hier eher um Flaschen- bzw. Dosenbier, als um »biére a la pression« (Bier vom Fass). Dieses gibt es auch und zwar in tausenden Cafés entlang der Pariser Verkehrsadern. Jedoch ist man dann immer stationär gebunden. Wo aber, die Flexibilität des mobilen Bierbehälters vorausgesetzt, trinkt man in der französischen Hauptstadt am schönsten sein Bier?
An der Seine zum Beispiel, egal wo dort genau. Der Fluss bietet überall Möglichkeiten, Bänke, Ufermauern, Grünflächen. Nicht schlecht an einem sonnigen Tag ist der »Jardin des Tuilleries«, am besten am Wochenende und etwas am Rand, dann kann man die Einheimischen bei der sportlich körperlichen Ertüchtigung beobachten und still schmunzelnd sein Getränk genießen. Paris hat vielleicht nicht all zu viel Grünanlagen, aber in den wenigen joggen Horden neben und hintereinander her. Neckig ist auch der »Parc des Buttes Chaumont« im Osten der Stadt, von dessen künstlich angelegten Zentralfelsen sieht man u. a. die »Basilique du Sacre Cœur« auf dem Montmartre. Besser, quasi das Mobilbierhighlight am Abend, ist Montmartre an sich, beziehungsweise die Stufen zur »Sacre Cœur« selbst, von da sieht man die ganze Stadt. Tagsüber stolpert man dort über hunderte und aber hunderte Touristen, Musikanten und Aktionskünstler. Nachts auch. Jedoch sollte man den Aufstieg nicht ohne Proviant in angriff nehmen. Oben angekommen wird man feststellen, dass man allerhöchstens in einem der recht teueren Bistros, des als Künstlerviertel vermarkteten Hügels, erhält. Also besser auf einen Kühlschrank in einem der unterhalb gelegenen Geschäfte zurück gegriffen! Dort erhält man für einen knappen Euro französisches Dünnbier und für einen weiteren schon holländisches Starkbier in der Dreifachbockklasse, was je nach Jahreszeit und vorangegangener Mahlzeit durchdacht werden sollte. Hat man diese Grundausrüstung, gibt es wohl nichts größeres, als ein Bierchen auf den Stufen zur muggelich angestrahlten Basilika zu trinken, auf die Stadt zu schauen und die Seele ein wenig baumeln zu lassen. Die Atmosphäre ist grandios!

Noch ein Wort zu den Preisen. Diese variieren wirklich, bedingt durch Ort (stadtnäher aufwärts) und Verkaufskultur des jeweiligen Ladens. Wobei dort sauberer nicht zwangsläufig teurer bedeutet. Im Schnitt ist es auch so, dass stärkeres Bier teurer angeboten wird als dünneres und französisches preiswerter als ausländisches. Generell gilt es, ja nach subjektiven Geschmacksempfinden, selbst herauszufinden, was ein gutes Geschmacks/Preisverhältnis darstellt. Der Verfasser dieser Zeilen freute sich unter anderem über das Sortiment der holländischen »Amsterdam«-Reihe (Navigator, Maximator, Liberator...) und über das französische »Pelforth Brune«.

Männer, Frauen, Kinder, Haustiere, sie haben eins gemeinsam. Tranken sie, so müssen sie auch mal. Das Thema soll nicht mehr als nötig ausgedehnt werden, aber wer über Bier in mitten städtischem Lebens schreibt, sollte auch nicht unerwähnt lassen, wohin im Endeffekt damit. Das Personal von »McDonald´s« schließt seine Toiletten für 20 Cent gerne auf und wieder zu, was fair für saubere Sanitäranlagen ist. Allerdings kann es in besonders dringender Situation Probleme mit sich bringen, wenn man auf französisch außer »biére« und »bœuf« kaum Vokabeln beherrscht und die Bedienung auch nicht. Bei der Burger-Kette »Quick« kann man jederzeit gratis einrücken, auch halbwegs gepflegt. Ebenfalls gratis und noch gepflegter sind Museumstoiletten, z. B. im »Centre Pompidou«. Museen gibt es praktisch an jeder dritten Ecke. Abraten möchte ich jedoch von den auf jedem Boulevard vorzufindenden Toilettenhäuschen, auf denen gerne »entré gratuit« steht, also freier Eintritt. Diese Dinger sind zum Großteil wie von Geisterhand verschlossen und ist mal eines offen, empfiehlt sich die Benutzung eines, von innen verspiegelten, Integralhelms.


Nachwort

Aufgrund der Biertesterei, möge sie auch mancherseits mitleidig belächelt werden, habe ich nun schon an einigen Orten der Welt an der Gerstenkaltschale genuckelt. Aber so schön wie in Paris war´s selten!

(Octapolis)


Alljährliche Heimsuchung

Heute ist Samstag, der 16. August des Jahres 2008. Es regnet. Anhaltend. Gestern auch, den ganzen Tag. Obwohl der Schreiber dieser Zeilen mitnichten den Hang zum abergläubischen hat, könnte man doch auf die Idee kommen, der Himmel weine über das, an diesem Wochenende stattfindende, Stadtfest.

Mal ehrlich, ich verpasse es jedes Jahr mich mal zeitnah darüber auszulassen. Diesmal aber! Dass sicher auch in anderen Städten dieses Landes nicht viel mehr, als abgehalfterte Stars zwischen Bratwurst und Bier aufgefahren werden, mag sein. Aber Dresden schießt wieder mal den Vogel ab und freut sich in den Medien und an Litfasssäulen auch noch darüber.

Kennt noch jemand Sidney Youngblood? Der Knabe hatte vor ca. 20 Jahren mal anderthalb Hits. Den dürfen wir erleben. Auch eine Robbie-Williams-Tribute-Show gibt es. Die damals schon strunzdoofen Fools Garden (alternde, gelangweilte BRD-Papas) hat man angeheuert. Renft tritt auf, ohne den verstorbenen Klaus Renft versteht sich, mit nur noch einem (1!) Originalmitglied. Auch genial: die Möglichkeit am Kaffeekränzchen mit Ina Maria Federowski teilzunehmen! Mit Schuss? Los Santanos sind da und zocken, leicht zu erraten, olle Schmonzetten von Carlos Santana. Das sind keine bösen Scherze, sondern tatsächlich die angestrebten Höhepunkte...

Dazwischen gibt es noch den üblichen barocken Mummenschanz, diverse Sportclubs präsentieren sich, es wird getanzt und so weiter. Ein paar unserer Damen und Herren Regional(liga)politiker kann man auch noch bestaunen, man spart damit immerhin das Eintrittsgeld um die Hängebauchschweine im Zoo zu sehen.

Da frage ich mich alle Jahre wieder und diesmal besonders, warum gehen Leute dahin? Mit welchem Argument soll ich mein Gehirn dazu überreden, das Signal an meine Beine zu geben, loszulaufen? Wie so oft bleibt wieder mal festzustellen, dass die in ihrem Naturell halbwegs schöne Stadt Dresden nicht nur im Fußball drittklassig ist und noch ewig bleiben wird.

(Octapolis)


Herzlich Willkommen in der Hitze!

Im Moment ist es schweinisch heiß da draußen. Zum einen wetterbedingt, zum anderen in Sachen Bürgermeisterwahl. Ein Klassiker, wenn man einmal alle sieben (7[!]) Jahre zwischen Not und Elend für Schilda (im Atlas auch als »Dresden« verzeichnet) entscheiden darf. Im Zuge der sorbischen Großübernahme Gesamtdeutschlands steht Helma Orosz als Gewinnerin dieser Wahl praktisch schon fest. Meinen persönlichen Glückwunsch möchte ich aber nicht an die Dame selber richten, vielmehr gebührt Respekt und Bewunderung dem Grafiker, welcher es schaffte sie auf ihren Wahlplakaten geschätzte 34 Jahre jünger aussehen zu lassen. Frontales Flutlicht, hochdosierter Weichzeichner – ein Wunder zum selbst basteln! Jüngst war die liebe Helma mit Peter Maffay zum Essen verabredet. Die geniale Tageszeitung mit den großen Buchstaben war dabei, klickklick, war der Mythos der Dresdener Schönheitskönigin zerplatzt. Mal ehrlich, wenn jemand neben dem Peterle richtig alt aussieht, dann ist er dafinitiv auch alt. Ein Brüller, die Gute!

Auch bei Eva Jähnigen wurde versucht, etwas menschliches auf ihren Plakaten heraus zu holen. Versuch gescheitert. Ein Lächeln gleich eines Schlaganfallsopfers wirkt ebenso wenig echt, wie ein Kandidat, der mit einem Kind Trompete spielen will. Kurzum, man kommt sich dieser Tage in der westtschechischen Provinz mal wieder vor wie in einer Gespensterbahn. Wie hieß noch der Knilch, welcher für Dresden ein modernes U-Bahnnetz anstrebt? Mist, Name entfallen. Der kennt vielleicht den kleinen Hufeisennasenmaulwurf noch nicht.

Und olle Ingolf? Den lassen sie nicht mitmachen, so musste er wieder gen Westen ziehen. Deswegen sollen diese Zeilen dem Herrn Rosberg zuwinken: Danke Ingolf, für alles, was du für uns, dich und die anderen getan hast, lebe wohl! Klong! Da fiel gerade der Groschen in des Schreibers karg möblierten Oberstübchen... Eduard Geyer ist frei…

Ede for President!

(octapolis)


Hammse ma Feuer?

Cendrée = Aschenbecher (Taschenwörterbuch Französisch-Deutsch, VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig, 1. Auflage, 1986).

Haben wir wieder eine Vokabel gelernt. Wird der cendrée also bald apothekenartig teuer bei Ebay gehandelt? Immerhin wird derzeit eine Kampagne gegen das Rauchen (auch die Raucher) veranstaltet, da hätte die heilige Inquisition ihre sakrale Freude dran gehabt. Querbrüller, übrigens: Inquisition – Asche – Freude, bin ich stolz drauf.
Da lege ich gleich die Beichte ab. Ich rauche selbst. Einfach so und auch schon länger. Trotzdem habe ich Verständnis für den Wunsch der nichtqualmenden Bevölkerung in einer Speisegaststätte unumnebelt ihr Essen genießen zu können. Aber in de Schänke (sprich Trinklokal oder Biergarten) oder zur gepflegten Tanzveranstaltung? Also bitte! Nun habe ich es bis heute nicht nach England geschafft, aber will ich in einem Pub sitzen (Pub=Bier ohne Blume, rotpicklige Bleichgesichter in albernen Hemden und ein Tottenham-Schal an der Wand), in dem nicht geraucht wird? Gehört das nicht für viele zur Lebensart? Diese wird nun systematisch untergraben. Von Politikern, die mit solchen Aktionen die wahren Probleme umschiffen, von Leuten, die sich prinzipiell über alles aufregen, oder von Ökomüttern mit ihren allergiegeplagten Sprösslingen. Von der EU ebenfalls. Danke auch!

Blacky Fuchsberger hat in alten Edgar Wallace Filmen geraucht. Hat jeden Ganoven zur Strecke gebracht und lebt noch. Der Kanzler ballert gerne mal eine gute Zigarre. Arbeitet jetzt für Gazprom und lebt noch. John F. Kennedy. Rauchte nicht. Ist tot.

Es hat nur einen Vorteil. Wenn das Rauchverbot eingeführt und ordentlich ausgeweitet wird, gehören Dickschädel und Unverbesserliche bald zu einer derartigen Randgruppe, dass einem schon wieder Fördergelder brüsseler- und bundesseits zustehen. Damit werden dann Selbsthilfezentren, mit Raucherinseln versteht sich, gegründet. Zapfhahn rein, Engländer eingeladen, Jalousien runter. A new generation of pub was born...

Letztendlich verdient die Pharmaindustrie auch noch ein paar Cent, wenn sie die Geschädigten, egal ob aktiv oder passiv, später behandeln kann. Das ist doch auch was, da darf man nicht egoistisch sein, so etwas sichert Arbeitsplätze am Standort Deutschland.

Un cigare, Monsieur chancelier?

(Octapolis)


Channel 666 - bedeutungsloser Name?

Da man mir ab und an die Frage stellt, was »Channel666« eigentlich bedeutet, will ich mal darauf eingehen.

In unserem (also Paradroid und mir) speziellen Falle ist es einfach so, dass wir auf der Suche nach einem einprägsamen, sowie nach unserer Meinung coolem Projektnamen über einen Song Namens »Heard It On Channel 666« gestolpert sind. Keine Ahnung, von wem er war, es war auf jeden Fall ein Beitrag zu irgendeiner Competition und das Ganze war fluffiger Thekenjazz. Für uns klang das brauchbar und seitdem sind wir »Channel666«.

So viel zur Realität. Eine interessante Theorie, welche mir im Bezug auf unser Projekt am besten gefällt, wäre folgende...
Es gibt ja in vielen Bereichen der Erde (aber-)gläubische Menschen. So findet man zum Beispiel in Flugzeugen zwischen der zwölften und vierzehnten Reihe keine weitere und auch in Wolkenkratzern lässt man schnell mal de 13. Etage weg. Sicher gibt es auch Flugzeuge mit einer dreizehnten Sitzreihe, die nicht abgestürzt sind. Aber mancher braucht so was. So könnte es auch sein, dass es an (meinetwegen auch militärischen) Funkgeräten oder –anlagen keinen Kanal 666 gibt, denn schließlich hält man vor allem in christlichen Kreisen diese Schnapszahl für das Zeichen des Gehörnten. Ich weiß, da gibt es auch aktuellere, anderslautende Theorien, aber das lassen wir jetzt mal. Gehen wir davon aus, dass dem so ist. Da sitzt man also vor seiner Funkanlage, 664, 665...aaargh! 666! Welcome to hell? Nichtsahnend empfängt man auf einmal den Kanal, den es nicht gibt, das mystische Mysterium, der Eiterschlund. Soviel ist gewiss, was man dort hört, sieht oder erlebt wird definitiv anders sein, als alles, was die Welt sonst noch hervor brachte. Damit wären wir beim Anfang, denn –huuaar! - WIR sind der Kanal 666!

In Einer (ich glaube amerikanischen) Trickfilmproduktion namens »Retarded Animal Babies« sieht man im Fernsehen auf Kanal 666 Satan, der gerade in paar Kinder verspeißt, auf Kanal 999 dasselbe, jedoch spiegelverkehrt.

Zur Zahl 666 alleine gibt es Tonnen von Theorien, angeblich wäre die Quersumme des Namens Hitler nach irgendeiner abstrusen Rechenart 666. Auch toll: nach dem hebräischen Alphabet steht wohl der Buchstabe »W« auch für die Zahl 6, da kann man sich je leicht ausrechnen, warum das »World Wide Web«, »WWW« abgekürzt Internetseiten wie unseren »Channel666« beherbergt. Welch unheilige Verbände! Aber da gibt es genügend zum weiterlesen in den Weiten des Netzes, das würde meinen bescheidenen Rahmen sprengen.

Falls es doch jemanden gruselt, dann wisset: Das nennt man Hexakosioihexekontahexaphobia. Kein Scherz, so lautet der psychologische Fachbegriff für die Angst vor der Zahl 666.

Abgefahrenes Zeug.

(octapolis)


Gambrinus - Schutzpatron, Genussmensch & Süffel

Was wissen wir über Gambrinus in seiner Bedeutung und wer war der Typ überhaupt?

Man sieht ihn gern auf einem Fass sitzend, Bier trinkend oder einfach milde (vergl.: einfältig) lächelnd an Wänden in Kneipen, Brauereien oder auf anderen mit Bier im Zusammenhang stehenden Sachen. Auch dient er gelegentlich als Namensvetter für Biersorten (z.B. eine tschechische oder auch luxemburgische Marke).

Gab es ihn wirklich?

Man weiß es nicht genau, aber es gibt mehrere Theorien und Versionen, die hier kurz angerissen werden sollen.

Einer Legende nach lernte er die Kunst des Brauens direkt von der ägyptischen Sonnengöttin Isis. Die Ägypter sollen die ersten gewesen sein, die Bier brauten, die Geschichte dieses herrlichen Getränkes geht immerhin bis 300 v.u.Z. zurück. Dies beweisen Schriftdokumente aus dem Hammurapi-Kodex.

Des weiteren kursieren verschiedenste Thesen über seine Gestalt. Manche meinen, Gambrinus wäre ein Gefolgsmann Karl des Großen gewesen, andere hingegen sehen in ihm Primus I., dem Herzog von Brabant (bürgerlich Jan Primus). Dieser war wohl ein Trinkfreund (vergl. hierzu: sächs. genannt Süffel) und Frauenheld. Er starb wohl ziemlich jung bei einem Turnier und fiel der Sage nach der sogenannten „Bierlist“ zum Opfer. Diese bestand darin, das man dem lieben Jan (Primus, Gambrinus, oder wie immer man will) einen Bierkrug reichen wollte. Da konzentrierte er sich auf eben diesen, doch, oh weh!, nicht auf seinen Gegner, was wohl mit dem Exitus endete. Gegen diese Theorie spricht natürlich das Argument, das Jan Primus auch nur eine Verarschung des Namens Gambrinus sein könnte, da ausgesprochen beide recht ähnlich klingen.

Weiterhin könnte er auch König Gambrivius gewesen sein, der Herrscher des im Norden Deutschlands ansässigen Volksstammes der Gambriviern, welchen jedoch kein direkter Zusammenhang zum Gerstensaft nachgewiesen werden konnte. Andere Namensdeutungen wären auch noch das keltische Wort für Braupfanne, nämlich Camba. Immerhin waren die Kelten auch eines der ältesten Bier brauenden Völker und der Brauer selber wurde im keltischen Cambarius genannt, woraus schließlich Gamrinus hergeleitet wurde.
Letzten Endes gibt es auch noch ein paar gewitzte Lateinforscher, die zu wissen glauben, dass „ganeae-birrinus“ Pate stand, was wohl völlig frei übersetzt soviel wie „der in der Schänke Trinkende“ bedeutet. Wer´s glaubt...

Man sieht also, es gibt unzählige Varianten und Legenden, die den Mythos Gambrinus begründen. Dies macht diese Person auf jeden Fall wertvoll genug um bis heute als Schutzpatron der Bierbrauer genannt zu werden und jedermann eine Assoziation in Richtung Bier im allgemeinen zu vermitteln.

Haben wir wieder was gelernt!

(Octapolis)

unter Verwendung von Informationen von Alfried Schmitz, Martin Gresch und Helvetica & Tempora (Herausg. von „Bierwege“)


WK160 - Bundestagswahl reloaded

ulius Cäsar hatte sich ganz Europa unterworfen, nun ja, fast, bis auf ein kleines Dorf in Gallien. Dies, liebe Kinderlein, ist die Geschichte vom Wahlkreis 160.

Schöne Einleitung. Gefällt mir. Wirkt verträumt und doch präzise. Mal sehen, ob wir, WK160 hin oder her, bis zum Jahreswechsel doch noch so etwas wie eine handlungsfähige Regierung bekommen. Oder, bescheidener: Vielleicht werden wenigstens mal die Wahlplakate allerortens entfernt. Gerade als Automobilfahrer fühlt man sich schnell vefolgt. Aaah! Der Lämmel! Wie in einem drittklassigen Horrorfilm. Gyyysi! Hinter jedem Baum hat der Fulci einen versteckt und läßt ihn rausspringen, als wäre man in der Geisterbahn. Oouuh, Kipping und auch noch die PBC! So kommt man sich jeden Tag gehetzt, beobachtet und genervt vor, bis man irgendwann in der Klapse, in Form einer Wahlkabine steht, völlig... durcheinander... und ein leises ...Bellmann... auf den Lippen... Ohnmacht!

Jetzt ist es passiert, da gerate ich ins schlingern und frage mich ängstlich, wie man nach so blödem Geschreibsel die Kurve zur ernsthaften Tiefe des Themas bekommt, um selbiges weiter auszuführen und nicht gänzlich in den Untiefen der geistigen Umnachtung baden zu gehen? Richtig, man bildet einen etwas längeren Satz! Tja die Wahlplakate und Wahlkampfgebaren im allgemeinen. Schön finde ich, zum Beispiel ein Plakat, auf dem eine Partei (keine Ahnung, wie die heißt) verkündet, gegen dem Atomkrieg zu sein. Jawoll, sehr fein, könnte man genauso sehen. Schließlich, wäre heute Atomkrieg und dann ausgerechnet noch im Wahlkreis 160, dann gäbe es womöglich am Wahlsonntag kein nutzbares Wahllokal mehr. Katastrophe! WKIII@WK160 sozusagen.

Dann gibt es noch den zeitlosen Klassiker. Auch die PBC (für die Buddhisten unter den Lesern: Partei der bibeltreuen Christen) hat wieder nette Schilder an die Alleen der Heimat genagelt. Dort verkündet man dann Gottes Wort und ähnliche Zitate. Nun wollte ich die schon wählen, aber wenn der Spitzenkandidat schon zwei mal tausend Jahre tot ist, was soll das dann?!

Übrigens, ohne jetzt die Namen zu nennen (Datenschutz geht uns alle an!), sehr spektakulär sind auch die Plakate, zwischen Bundestagswahl und Nachwahl WK160 eiligst nachträglich aufgehängt, die da verkünden: Dresden ist schwarz-gelb, Dresden wählt schwarz-gelb. Da doch keiner weiß, wie das gemeint ist, Stadtwappen hin oder her, brüllen wir bei der Gelegenheit laut DYNAMO! und dann husch, husch, ab an die Urne, doch, welch böses Erwachen, Ansgar Brinkmann steht ja gar nicht auf dem Wahlschein!

Um die Sache noch abzurunden, möchte ich noch anmerken, dass für meinen persönlichen Geschmack, die Angie-Kampagne um Frau Merkel so ziemlich das lächerlichste im ganzen Wahlkampf war. Mal ehrlich, diese Person (ich drücke mich vorsichtig aus), mittleren Alters, mit diesem (noch vorsichtiger) Auftreten und einer Aussprache, wie der Typ an der Imbissbude kurz vor Potsdam zu einer Angie machen zu wollen, berechtigt geradeweg dazu, den guten Egon Olsen und seine zwei Mitstreiter zu Ol´Ghetto Gangstas zu ernennen.

Wahrer Mumpitz stirbt nie!

(octapolis)

Thema: Abnormen im menschlichen Verhalten unter Einfluss von Parkhäusern

Thematisch nicht ganz ins Schema dieser Seite passend, muss ich mich trotzdem mal über das Autofahrverhalten im allgemeinen und unter Stresssituationen (besonders wertvoll, mit 3"S" hintereinander!) im besonderen auslassen.

Sicher wird der ein oder andere schon mal in den Genuss gekommen sein, sagen wir mal Samstags in einem Parkhaus seiner Wahl einen Parkplatz zu finden. Es gibt auch kleine Parkhäuser, aber ich meine in diesem Falle eines, in dem genügend freie Stellflächen zur Verfügung stehen. Also, rein ins Parkhaus, Licht an und dann wird es schon spektakulär.

Warum fährt der Idiot nicht, hat der den Führerschein in der Lotterie gewonnen, Einparken wie ein Anfänger, typisch Frau, das Rindvieh weiß wohl nicht wer Vorfahrt hat, Blindgänger oder am allerschlimmsten: Hey, das ist meine Lücke. Was dann? Ja, richtig, hupen! Und natürlich wild gestikulieren, um dann fest zu stellen, dass 10 Meter weiter noch zig andere Parklücken frei sind.

Sensationell was es alles so zu beobachten gibt, von anderen Schändlichkeiten im täglichen Straßenverkehr mal ganz abgesehen. Da hat sich für mich eine Frage gestellt, welche ich leider nicht beantworten kann, aber doch hier öffentlich stellen will...
Gibt es eine Art biologischen Hintergrund für dieses Verhalten? Hängt es vielleicht mit dem noch in uns schlummernden Jagdtrieb zusammen oder passiert so was nur, weil wir urinstinktiv unser Auto als Waffe verstehen, quasi so wie die Urmenschen sich die Faustkeile auf die Schädel donnerten? (Waffe: Nicht zu verstehen als 'Ich schmeiß gleich meine C-Klasse') Irgend so etwas muss es sein. Falls jemand eine nette Theorie dazu hat, dann her damit.

So, ich fahr jetzt einkaufen.

(Octapolis)


Thema: Nur ein Ei pro Woche!

Allergiker sind, neben Weinkennern und Taxifahrern, ein sehr eigener Menschenschlag, wenn auch ein großer. Man steht zum Beispiel im Supermarkt zufällig neben einem solchen, und hört so mit, wie selbiger zu seiner Frau sagt: "Schatz wir nehmen dieses Brot, ist zwar teurer, aber nicht industriell gebacken...". So weit so gut, über Geschmack lässt sich bekanntermaßen streiten. Anschließend erwähnt er allerdings noch, nur für das spitze Ohr des Schreibers hörbar, auch wegen der Verdauung, der Körner und so. Erstens übelst uninteressant und außerdem nicht mein Problem. Aber ich kenne im weiteren Bekanntenkreis (anonym natürlich) tatsächlich Leute, die Körner oder Körnernebenprodukte wie deren Öl z.B. aus reinen Verdauungsgründen zu sich nehmen. Nach fünf Scheiben Tofu (meines Wissens nach die Abkürzung für 'panierter Scheuerhader'), hat der gebildete Mitteleuropäer natürlich vollstes Verständnis dafür.

Äpfel esse ich nicht, die sind doch alle gespritzt, Schatz, wo sind eigentlich meine VitaminC-Pillen, diese Pollen, furchtbar, gerade um diese Jahreszeit. Schnäuzt ins, natürlich unparfümierte Einwegpapiertaschentuch. Da fällt´s mir wie Schuppen von den Augen (keine Allergie!): Könnte man dafür nicht auch einen Pfand nehmen, dann wären die Straßen vielleicht sauberer und man müsste nicht so viele Bäume zur Herstellung fällen?! Das wäre was. Obwohl, ein paar weniger von diesen ewig blühenden und Pollen werfenden Dreckschleudern können keinesfalls schaden. Also kein TatüPfand.

Wissenschaftler wollen ja mal zu dem Ergebnis gekommen sein, dass viele Allergien aus der heutigen Hygiene, bzw. dem was der Bürger so daraus macht, resultieren. Ich sag das jetzt bloß so, weil es mir erstens gerade einfällt und zweitens technisch klingt, den Artikel quasi aufwertet.

Sehr beliebt ist überhaupt Heuschnupfen. Da schindet man sich Jahre lang, verzichtet auf Schwein und Rind, geht kaum noch raus (gerade in Großstädten ist die Luft sehr schlecht) und dann, Jahre später hat man zum Dank Heuschnupfen oder eben eine saftige Pollenallergie. Sehr ungerecht. Braucht man in Großstädten überhaupt Bäume? Ein paar vielleicht, für die Kinder zum Hochklettern, aber sonst...kaum. Besagte Kinder werden von der gesundheitsbewussten Mutter, sie leidet übrigens seit dem frühesten Kindesalter an Milchallergie, zu Hause angekommen erst einmal von Kopf bis Fuß mit sensitiven Hautpflegemitteln aus dem Reformhaus nebenan gewienert. Soll ja gesund bleiben, so ein Kind.

Hautallergiker, von einer anfänglichen Randgruppe mittlerweile auf stattliche Fraktionsgröße gewachsen, sind auch sehr arm dran. Da löst das Öl aus den Naturholzmöbeln auf einmal Juckreiz aus, einfach so. Die ohnehin schon pH-neutrale Schminke lässt mehr Mitesser sprießen, als sie verdeckt und überhaupt ist eine Hautallergie so ziemlich gehässig, man sieht sie ja oft auf den ersten Blick. Dann denken die Leute 'Oh, der wäscht sich nie...' oder 'Puh, die sieht aus, als hätte sie ne ChromNickelAllergie...'. Dann schaut der Betroffene betroffen zu Boden und wünscht sich wenigstens nur eine Nussölallergie zu haben.

Zusammenfassend möchte ich noch eine Weisheit verkünden, die mich persönlich bis heute vor jeglicher Allergie bewahrt hat:

Esst keinen gelben Schnee!

(Octapolis)


Thema: Guten Tag Deutschland!
Ich weiß, ich bin wieder mal zu langsam für unsere schnelllebige Zeit, die Wahl ist schon wieder Ewigkeiten vorbei, aber irgendwie wollte es mir in den letzten Wochen zeitmäßig nicht gelingen ein paar Tasten zu drücken, deshalb etwas spät, aber noch im Wahljahr ein paar Überlegungen.
Für die kritischen und schlauen Bürger, die wieder sagen, "...och nee, der hat bestimmt einen braunen Gürtel im Schrank..." gibt es diesmal keine handsignierte Kanzlerkrawatte zu gewinnen, wenn sie alle 58 versteckten Rassistenwitze enttarnen.

"Wir haben die Wahl gewonnen...", Applaus und kurze Zeit später "...wir werden die stärkste Fraktion..." gefolgt von erneutem Beifall. Man sah auch allerhand glücklich strahlende Gesichter, nur wirklich gelacht, ich meine so wie das Publikum von sagen wir mal Otto Waalkes in seinen besten Zeiten, hat niemand.
Warum? Ausnahmsweise verreißt der Ede die Pointe mal nicht und keiner merkt es. Schade drum.

Was wäre gewesen, wenn die ersten Hochrechnungen so um die 17,9% für die FDP ausgespuckt hätten. Vielleicht "...wir haben die Wahl gewonnen und Jesus hieß mit Nachnamen Möllemann..."? Wer weiß. Mölli hat´s ja zu allem Unglück auch noch geerdet. Ich vermute einen Fluch. Oder Voodoo. Guido hat von Petra Pau, die sich übrigens mit ihrer Partei für den Osten einsetzen will, zumindest das Frisörhandwerk bildet eine überzeugte Wählerbasis, eine Stoffpuppe mit Schnauzbart zugeschanzt bekommen und nach einer Flasche, bisher noch nicht identifizierte Substanz enthaltend, Muttis olle Stricknadel quer durchgeschoben.

Man sieht, da wäre alles möglich gewesen.

Vielleicht mal folgendes: CDU schafft 18%, SPD nur 17,5%, Grün+Neunziger 5,1%, PDS 7% und, ach ja, FDP natürlich 18%. Der Rest den Rest. Ich weiß, das sind Müllzahlen, ist nur sinnbildlich zu verstehen, hätte ich mich noch mit einem Taschenrechner bewaffnet, hätte es bloß so ausgesehen, als wollte ich mit mathematischem Wissen auftrumpfen. Da ich aber gerade so mit Mühe die vierte Klasse abschließen konnte, kann ich damit nicht dienen und quasi im Zeichen der Ehrlichkeit, diese Zahlen. Wer wäre da mit wem gegangen? Vielleicht FDP+PDS, die Verbindung wäre zwischen Petra und Guido ideal, Möllemann, dieser Meckerer, der sich wahrscheinlich selbst nicht leiden kann, ist nach obiger Attacke aus dem Gefecht, also keine Kommentare mehr, die geschichtlich für die PDS oder für andere Gruppierungen schmerzlich wirken könnten. Ergebnis von 4 Jahren Regierung wären wahrscheinlich, dass die Industrie der PDS die 5 Bundesländer zwischen Rügen und Zinnwald zur Gründung eines Staates verkauft.

Anders... Rot-Grün. Kennt man. Armani rules und alles wird gut, allerdings Vorsicht! Größtes Risiko: Bush legt Berlin in Schutt und Asche, vielleicht die Engländer Dresden, obwohl das unsere angloamerikanischen Freunde nie tun würden, das weiß ich.

Schwarz-Rot. Hm. Untertitel: Ede, Doris und die anderen tanzen Walzer auf einem Stück Torte, welches Boris Becker selber gebacken hat und gehen anschließend ins Kino um ein Auto zu lackieren. Unwahrscheinlich.

Vielleicht, nach den ein paar Zeilen weiter oben stehenden Zahlen, der Rest zusammen mit PDS+G/B90? Ja, das wäre was. Kiffende Altnazis ketten sich an AKW-Zäune um für mehr Rechte für Rentner einzutreten, damit diese im Osten sozial gerechter behandelt werden und somit zahlungskräftiger zu sein ,damit mehr Einwanderer nach Deutschland kommen und in sagen wir mal Rostock eine schöne Wohnung bekommen.

Egal, es ist wie es ist, doch ich sage: Da geht noch was!

(Octapolis)


Thema: Die WM
Danke. Danke. Danke. Gut gemacht, Mädels. Super. Zittrig durch die Vorrunde, dann immer stärker. Ein Miroslav Klose, der zum Ende des Turniers immer mehr Tore schoss. Ich vermute, er wird mal ein würdiger BierhoffNachfolger, immer gut frisiert und nur die Traumtore. Glasklare Siege gegen die Elite, während England oder Brasilien vergleichsweise schlappe Mittelklassekicker als Gegner hatten. A propos Brasilien, das Endspiel... 3. Minute, Flanke Neuville, Miro köpft zum 1:0! Klasse auch Ballacks Treffer genau ins Dreiangel in der 17. Minute und Kloses zweiter Treffer kurz vor der Halbzeitpause. Ach ja, zwischendurch fing Kahn noch ein paar halbherzig geschossene Bälle der Herren Ronaldo und Rivaldo, was aber für unseren Ballfangroboter kein Ding war. Halbzeit. Anpfiff. Jetzt stürmten sie, die Brasilianer, wollten wenigstens ein Ehrentor erzielen. Aber Pustekuchen. Klosefrau Miroslavengeist hätte fast seinen Hattrick perfekt gemacht, hätte ihn Tante Käthe nicht in weiser Voraussicht gegen Bierhoff ausgewechselt, der dann mal eben auf 3:0 erhöhte. Olli Kahn aß zwischen durch mit Ramelow ein Eis. Nur nebenbei erwähnt, denn kurz vor dem Abpfiff lässt sich Ronaldinho im deutschen Strafraum fallen und, Skandal, 'Das Auge' Pierreluigi Collina gibt Elfmeter. Ronaldo läuft an, Kahn guckt, Ronaldo schießt, Kahn guckt, der Ball nähert sich, Kahn guckt, der Ball ist da, Kahn fängt und guckt immer noch. Sehr schöne Szenen auch zum Schluss, als ein paar unserer Goldjungs dem deprimiert seine Handschuhe ins Netz feuernden brasilianischen Torhüter nett über den Kopf streicheln und Augenblicke später Ballack den Pokal gen Himmel reckt. Schöne Sache und dafür danke!

Von welcher WM ich hier fasele? Keine Ahnung, ich mein ja nur...

(Octapolis)

PS: Ich hab nachgeschaut, es gibt wirklich nur ein Rudi Völler...


Zur ÜbersichtSeite hochscrollen