Das Hupenarchiv

  
August-Hupe 2011: Dieter Wedel

Warum? Darum:

Es finden wieder mal die Zwingerfestspiele in Dresden statt. Da sich die Stadtväter (ja, Helma, auch Stadtmütter!) seit jeher gern mit unserer barocken Vergangenheit schmücken, werden weder Mühen und schon gleich gar keine Kosten gescheut, um möglichst dick aufzutragen. Während das gemeines Fussvolk, der einfache Wähler oder sonstiger Pöbel entweder aus Kostengründen, persönlicher Abneigung oder simplem Desinteresse von Veranstaltungen wie dieser fernhält, soll sich wenigstens die Creme wohl fühlen. So kam Dieter Wedel ins Boot, im Schlepptau Hollywood-Granden wie Dirk Bach und Estefania Küster (Sie wissen schon, Mutter eines Bohlen-Sprosses). Nur am Rande: Was kommt eigentlich raus, wenn man C und F addiert, nur mal so fürs Prominentenranking?!

Wie auch immer. Nachdem anfänglich die Statisten (wie schmerzpervers muss man da eigentlich sein?) meuterten, weil der ihnen überlassene tägliche Obulus unterhalb der Eurojobgrenze läge und nichtmal für das überteuerte Catering reichen würde, mimte olle Dieter den großen Gönner und erzählte der Presse, dass er für mehr Geld und bessere Versorgung seine ach so gewichtige Stimme einsetzen würde. Die Komparsen dankten es ihm mit einem Präsentkorb nach der Premiere. Hätten sie ihn (also den Korb, nicht wedel, oder vielleicht doch...) auch gleich in den Zwingerteich schmeißen können. Zu guter letzt flennte der Maestro auch noch öffentlich rum, mahnte mer Respekt und Zuwendung seitens der Stadt gegenüber seiner Vorstellung an. Außerdem drohte er gleich mal an, 2012 unter diesen Umständen möglicherweise nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Nun weiß man ja nicht, wo die Leute, die dies als Problem sähen ihr UFO für gewöhnlich parken. Dem Rest soll´s egal sein, was meine Wenigkeit angeht, kann ich ihm nur empfehlen in Rente, zum Arzt oder wenigstens ins ruhig gelegene Sibirien zu gehen.

Erstmals wird unser beliebter Kleinkunstpreis auch als Frisuren-Hupe parallelverliehen!

(octawedel)


Juli-Hupe 2011: Karl Theodor zu Guttenberg

Warum? Darum:

Spät im Juli, quasi gerade noch früh genug, um nicht August-Hupe zu werden, erreicht uns die Meldung, dass unser verblichener Doktor, Verteidigungsminister, AC/DC-Freund und Lieblingsschmalzfrisurenträger Raketentheo das Land in Richtung USA verlassen wird. Mit der Familie, Auszeit macht er da, ein Buch wird er schreiben. So läuft das, man steigt steil auf, fällt tief, hat aber genügend Kohle geschachert, um den schönen Dingen des Lebens freien Lauf zu lassen. Machs gut, Alter, wir werden dich sicher kaum vermissen, dafür aber schnell vergessen.

For those about to rock - we salute you (NOT)!

(Oc/Ta)


Juni-Hupe 2011: Jesus

Warum? Darum:

Kein Jesus, kein Kirchentag in Dresden. So einfach ist das.

(octa)


Juni-Hupe 2o1o: Vuvuzela

Entschuldigung, aber diesen preiswerten Kalauer konnte ich nicht einfach verdampfen lassen.

(Octapolis)


November-Hupe 2oo9: Franjo Jung

Sonst bin ich ja immer zu langsam, diesmal aber aktueller als sonst, quasi live... Fanz Joseph Jung ist also die Hupe des Monats November, auch, wenn dieser so gut wie vergangen ist.

Warum? Darum: Keine 30 Tage war der Mann im Amt, genauer gesagt Minister für Arbeit der aktuellen Bundesregierung. Vorher war er Verteidigungsminister. Sein Pech. Als in Afghanistan von der Bundeswehr von Banditen gemauste Tanklastzüge bombardiert wurden, kamen auch Zivilisten ums Leben, nicht schön, im Krieg jedoch durchaus salonfähig. Nun streitet sich die Gemeinde seit jeher, ob wir denn wirklich im Krieg sind, oder eher die ewig humanen Unterdiearmepacker. Wie auch immer, jeder tragische Vorfall will in Deutschland einen feinsäuberlichen, bürokratischen Weg gehen. Ging er aber nicht. Höhepunkt der ohnehin schon müßigen Diskussion war Franjos Aussage, von einem Bericht über zivile Opfer geweusst, diesen aber nicht gelesen zu haben. Warum auch, wenn man Verteidigungsminister ist? Da ist es nur recht und billig, dass er nun seinen Hut nimmt. Man stelle sich mal vor, er hätte erst am Ende der laufenden Legislaturperiode die Arbeitslosenzahlen, von denen er irgendwie, irgendwann auch schon mal was gehört hatte wirklich mal gelesen... Au Backe!

(Octapolis)


Oktober-Hupe 2oo9: Horst Köhler

Warum? Darum:

Inmitten glückstaumelnder Feiern anlässlich des 20. Jahrestages der Wende, sprach auch uns Horst ein paar Worte. Seine Rede wurde ihm, was durchaus üblich ist, von professionellen Schreiberlingen zurechtgeschraubt. Mal abgesehen davon, das sein so Posten überflüssig ist, wie die europäische Monarchie, nervt sein ewiges Gutmeschengetue und Kinderkopfstreicheln sowieso.
Nun trieb die besagte Rede auch noch einige Erbsenzähler auf den Plan, die etwaige historische Ungenauigkeiten ausmachen konnten. Toll! Wen interessiert´s. Man sieht sich doch schon jetzt mit einer gewissen Mythenbildung um die Sensation Wende konfrontiert, aber das ist noch ein anderes Thema, ich schweife ab...

Wie auch immer, Hupe Horst, weil nervig und basta.


August-Hupe 2oo9: Ute Freudenberg

Warum? Darum: Sonnenscheinchen und Zonenchanteuse Ute Freudenberg lässt sich im Superwahljahr, u. a. mit Pro-Althaus-Videoclips, vor den thüringischen CDU-Karren spannen, welcher ausgerechnet vom Skipistengott schlechthin gelenkt wird.

Gut, in einer Demokratie darf ja jeder so gut wie alles, was mich nur sorgt, liebes Utchen: was passiert denn nun mit denen, die sich laut C-Philosphie mit dem Teufel vebünden? Da pass mal gut auf...

(Octapolis)


Juni-Hupe 2oo9: Barack Obama

Warum? Darum: Der Besuch von El Presidente in Dresden kostete den Steuerzahler nicht weniger als 13 Millionen Euro. Entstanden größtenteils durch Kosten zur Sicherung Obamas und der Abriegelung der Innenstadt durch sage und schreibe 6000 Polizisten. Wenn das mal keine Hausnummer ist.

Mal abgesehen davon, dass die damaligen Genossen Volksvertreter praktisch ohne Schutz beispielsweise zur Maidemonstration zum anfassen (oder zumindest zum winken) nahe der Bevölkerung zur Verfügung standen (deswegen waren sie auch so beliebt, hehe), wurde selbst beim Genossen Putin, welcher sicherlich eine nicht minder gefährdete Person darstellt, nicht halb so viel Ruß veranstaltet. Unglaublich... Auch wurden die braven Bürger für die Dauer des Aufenthaltes mal kurzerhand einiger elementarer Rechte beraubt. Sogar diverse Websites wurden wohl blockiert, was schon symptomatisch für krankhaften Verfolgungswahn ist.

Wenn irgendwelche Knilche, Präsident hin oder her und welcher Coloeur auch immer, Angst vor dem Volk, oder den genialen Dresdener Bürgern hat, dann sollten solche Treffen gar nicht erst stattfinden oder in atomsichere Bergwerke verlegt werden. Obama als Person wird sicherlich nichts dafür können, es ist halt wie es ist, aber das macht es nicht besser.

(Octapolis)


Januar-Hupe 2oo9 Dixie Dörner

Warum? Darum:

Jüngst fiel mir das Dresdener Branchenbuch, Ausgabe 2008/2009, in die Hand. Ich glaube es war bei der Suche nach der Telefonnummer des sorbischen Geheimdienstes. Dabei stolperte ich über eine geniale Rubrik namens »Who is who in Dresden«. Da ist neben unserer volksvertretenden Gehirnelite so mancher dabei, von dem man nicht mal ahnte, dass er überhaupt »Who in Dresden« ist.

Außerdem vertreten sind einige Sportler, darunter, quasi aus der Zeit, als die schwarzgelbe Rakete noch genügend Sprit für Höhenflüge hatte, olle Hans-Jürgen »Dixie« Dörner. Dieser antwortet auf die Frage, »Wem würden Sie in Ihrem Leben gern einmal begegnen?«:

»Mit Peter Maffay einmal auf einer Harley fahren.«

Stundenlang hatte ich Lachkrämpfe, jetzt tut das Zwerchfell weh.

Danke, Dixie!

(octapolis)


Dezember-Hupe 2oo7: Günter Grass

Warum? Darum: »Voll total super süüüß...!« So würde der Kinder- oder Jugendmund sagen. Nicht zu Günter Grass, vielmehr zur kleinen Hufeisennase. Diesem kleinen, nachtaktiven Racker wird, dank seiner sensiblen Ortungsorgane, sicher nicht der Hauch von nobelpreisgeschwängerter Luft entgangen sein, denn um für den Erhalt des UNESCO-Weltkulturerbe-Titels zu werben wurde eigens Herr Grass auf eine Dresdener Mauer gehoben. Im Gesicht, quasi direkt unter seinem voluminösen Schnauzbart, steckte pfiffig sein Tabakpfeifchen, die vor dem Bauch baumelnde Blechtrommel mussten sich die Bürger selber denken. Da stellen sich Fragen. Was war zuerst da, die Tabakpfeife oder Herr Grass? Warum schreibt er sich am Ende seines Namens mit »SS«? Und vor allem, wer unterstützt die protestwütige Meute als nächstes, Mauereinreiser David Hasselhoff oder gar der Hustinettenbär? Dankeschön, bestes Entertainment!

(Octapolis)


März-Hupe 2oo7: Renate Künast

Warum? Darum: Momentan scheint es ja ein wenig en vogue zu sein, CO2-Ausstöße zu kritisieren und sich etwas in den Dienst der Umwelt zu stellen. Gegen den Klimawandel, wichtige Floskel.
Den Vogel dabei schoss jedoch die Fraktionsvorsitzende der Grünen ab, die allen ernstes die deutschen Bürger auffordert gefälligst in Deutschland Urlaub zu machen. Wer die Alpen, die Eifel, das Wasser im Norden und die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg Vorpommern kennt, der wird dies auch zu schätzen wissen. Nur im Zeichen des Klimaschutz, Frau Künast? Das ich nicht lache. Selbst der Kanzler fuhr jedes Jahr nach Italien und wo wir schon dabei sind, liebe Bonusmeilensammler...
Wie auch immer, das liebe Renatchen hat mal wieder ein Paradebeispiel dafür geliefert, wie weit die Grätsche zwischen dem Volk und seinen gewählten Vertretern ist und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich z. B. der kleine Bergmann im Ruhrpott von einer unattraktiven Dame diktieren lässt, wo er seinen hart verdienten Urlaub verbringt.

(Octapolis)


Januar-Hupe 2oo7: Sebastian Deisler

Warum? Darum: Da hat er sie nun an den Nagel gehängt, seine Laufbahn als aktiver Fußballer. Mir kommen die Tränen, wenn ich an die 20 Millionen »Handgeld« denke, die der FC Bayern einst dem blutjungen Hanswurst vermachen wollte. Schon da fragt man sich, wer so viel Geld wert ist. Mitten im Geld ausgeben bekam der Gute dann ein BurnOutSyndrom, spielte später noch etwas, verletzte sich dabei ständig um nun, im Alter von 27 Jahren komplett das Handtuch zu schmeißen. Weißt du was, Sebastian, ich hab dich schon den ein oder anderen brauchbaren Pass schlagen sehen, ansonsten bist du ein Waschlappen vor dem Herrn. Der vielleicht letzte Preis deiner Profilaufbahn ist hiermit Hupe des Monats.
Hoch leben die viel zitierten letzten Straßenfußballer!

(Octapolis)


Oktober-Hupe 2oo6: Volker Kauder

Warum? Darum:

»...und seh ich was, was mir gefällt, fang ich zu bomben an!« trällerten einst die Böhsen Onkelz. Selbiges dachte sich der christdemokratische Onkel Kauder wohl auch, als er im Zuge der ohnehin schon unsäglichen Unterschichtsdebatte dazu hinreisen lies, die Angekackten der Nation damit zu trösten, dass es in Deutschland gar keine Unterschicht gäbe, sondern es sich vielmehr um (sinngemäße Wiedergabe) Menschen mit sozialen Defiziten und Integrationsproblemen handele. Was sagt uns das? Nimmt man das mal im Wortsinn auseinander und fügt es volkstümlich wieder zusammen, könnte man zu dem Schluss kommen, er meine eher asoziale Menschen, die sich einfach nicht anpassen können oder wollen. Klasse Sache, Herr Kauder, brillante Erkenntnis. Nicht das man es von einem CDU-Funktionär seines Ranges besser erwartet hätte, schließlich kann ein Einbeiniger auch nicht den perfekten Walzer tanzen, aber hier ist tatsächlich das Kunststück gelungen ein paar Millionen Deutsche in einen Sack zu stecken und mit dem Knüppel drauf zu hauen.
Dafür verleihen wir gerne unseren Preis. And the winner of the Hupe is Kauder´s Volker.

(octapolis)


Juli Hupe 2oo6: Jan Ullrich

Warum? Darum: Mensch Jan, seit Jahren drängelst du danach Hupe des Monats zu werden, aber jedes Mal, wenn ich langsame Person daran denke, ist die Tour de France vorbei und du wieder im Urlaub. Gerne erinnere ich mich, wie du versucht hast den Elchtest mit deinem Kopf am vor dir fahrenden PKW bzw. dessen Heckscheibe durchzuführen. Das Auto ist nicht umgekippt aber als die Tour nicht so verlief wie man es von dir erwartete, da hattest du wenigstens eine Ausrede. In einem anderen Jahr warst du, glaube ich, kurz vorher erkältet. Der normale Arbeitnehmer rennt mit seiner (nicht privaten) Krankenkassenkarte zum Arzt und hofft auf ein preiswertes Medikament und drei Tage Bettruhe. Du fährst weiter und hast wieder einen Grund nicht die volle Leistung zu bringen. Dann war da noch was mit irgend einer Spaßpille im Tanzlokal, aber das war ja außerhalb der Trainingszeit und da hat man als Profi mit einer Winzigkeit an Vorbildcharakter für die jüngeren unter uns auch nur menschliche Schwächen. Zu lustig auch, wie du mit deinem Fahrrad in der Kurve geradeaus in den Graben gesaust bist – hui, war das ein Spaß.

Nun bist du unter Dopingverdacht gesperrt. Nicht, dass ich dir nicht vertrauen würde, im Zweifel immer für den Angeklagten und der gute Lance Armstrong wurde ja schließlich auch freigesprochen. Aber du bist nicht dabei und Lance war immer erster. Zu lustig!

Ich wünsch dir alles gute, du bist eine echte Leuchte! (Rückleuchte/Armleuchter, zutreffendes bitte unterstreichen)


Juni Hupe 2oo6: Günter Netzer

Warum? Darum: Der Mann nervt. Delling nervt auch, aber der hat halt nen Dauervertrag mit der ARD. Aber Netzer? Der hat sich doch fest gekrallt wie eine Harpune. Ich könnte wetten, dass es in der Chefetage der ARD sogar noch ein paar Hirnis gibt, die dieses Gespann gut finden. Persönlich kenne ich da niemanden. Mal abgesehen davon, dass der Herr nicht gerade telegen ist (Schwiegermama sagte immer: „...nach Netzers Visage hamse die Kasperköppe geschnitzt...“ und recht hat sie wahrscheinlich) penetriert er das Fußballpublikum ständig und während der WM noch mehr als sonst mit seinem ewigen Gemecker im Tonfall eines Anrufbeantworters. Nur gut, dass man aus- oder umschalten kann oder wahlweise auf Bezahlsender ausweichen kann, trotzdem eine Frechheit diesen Menschen auf Kosten der GEZzahler durch zu füttern. Bäh!


April Hupe 2oo6: Isaac Hayes

Warum? Darum: In der allseits geschätzten Serie »South Park« verlieh die Soullegende dem Chefkoch seine Stimme. Will er nicht mehr. Nun weiß man, wenn man den Cheffe schon mal in Aktion erlebt hat, dass er den Hauptakteuren die Welt auf liebenswerte, aber oftmals kaum jugendfreie Weise erklärt – und das seit 5 oder 6 Staffeln und was weiß ich wie vielen Folgen. Nun, nach eben so langer Zeit, stellt der erleuchtete FunkSoulBrother auf einmal fest, die Serie sei politisch und vor allem in religiöser Hinsicht völlig unkorrekt. Ist sie ja auch, sonst wären es ja auch die Teletubbies. Dass der olle Isaac Mitglied bei Scientology ist, brauch dann keinen mehr wundern. Sind die vielleicht politisch korrekt?

Also ist Isaac Hayes die Hupe des Monats und das beste an der ganzen Sache, uns kann´s egal sein, hoch lebe Donald Arthur! Er ist der deutsche Synchronsprecher und offenbar nicht so beknackt.


Dezember Hupe 2oo5: Axel Schulz

Warum? Darum: Es ist im Grunde fast schon egal, ob er es tut oder nicht. Der Witz vorm Herrn, ist, ob von Ägsl wirklich gewollt oder nur von der BILD-Redaktion inszeniert, die Überlegung ob das Fackelmannmützengesicht wieder in den Boxring steigt. Aua, was für ein Klops kurz vor Jahresende. Betrachtet man mal die Vergangenheit, Grillzangenverkäufer George Foreman im Grunde besiegt, aber von den Punktrichtern übel beschissen. Francois Botha war gedopt, bekam den Sieg aberkannt, aber keiner sprach Axel vom Verlieren frei. Später noch ein paar luschige Kämpfe, über die heute eh keiner mehr spricht. Danach Zweitkarriere, als berlinernde Grinsfresse, ewig mit Basecap, ewig dümmlich wirkend. Meiner Meinung nach muss man an der dreiunddrölfzigsten Quizshow einfach nicht mehr teilnehmen.
Axel, hömma Spozzfroind, du warst irgendwie immer am verlieren, mal haben dich andere verarscht, mal du dich selber und ein peinlich bis putziges Kerlchen bist du auch. Wenn du aber wirklich wieder boxt, Junge, ich wünsch dir ein paar auf´s Maul, denn zu viel Dummheit muss bestraft werden.

(octapolis)


März Hupe 2oo5: Heide Simonis

Ich klage an!

Wen?

Den Frisör von Heide Simonis.

Diese alte Pappschachtel. Machtgierig, verbohrt, realitätsfern. Dann noch schlecht bis gar nicht frisiert. Ich meine, wie häßlich kann der Mensch sein? Mancher hat abstehende Ohren, einen Silberblick, schiefe Zähne oder noch schlimmer: einen Pickel im Gesicht. Dafür, quasi ausgleichend, lacht so ein Mensch, hält der älteren Nachbarin die Tür auf, sagt ja, ich geh heute auf der Waldschlößchenbrücke spazieren, sprich er hat innere Qualitäten, die einen kleinen Schönheitsmakel locker relativieren. Was aber, wenn dem nicht so ist, wenn der ohnehin nicht schöne Mensch nicht lacht, denkt, die Alte soll doch die Türe selber halten und an den Pfeiler der neuen Brücke pinkelt, wird er dann noch häßlicher? Seit der selten schlechten Person von Heide Simonis und der Verarschung der Wähler in den Vereinigten Emiraten von Schleswig & Holstein, genau 4 Wahlgänge später wissen wir:

Kein Charakter macht auch nicht schöner!

(octapolis)


Januar Hupe 2oo5: der Dresdener Winterdienst

Warum? Darum:

Treffen sich zwei Schneefolocken. Sagt die eine zur anderen: »Kommste mit nach Dresden zum rumblödeln?«. Darauf die andere: »Geht los!«. So oder so ähnlich muß es dieser Tage passiert sein, denn nun haben wir doch noch unseren verdienten Winter bekommen.

Aber, alle Jahre dieselbe Leier, die Straßenberäumungseinheit in Dresden, bzw. deren Einsatzkommando sind natürlich wieder einmal völlig überrascht und dann beräumt man halt erst irgendwann. Vielleicht haben wir in der Landeshauptstadt (man muß das immer mal wieder betonen, sonst vergißt man es womöglich) einen anderen Wetterbericht oder so was. Denn im Umland in allen Himmelsrichtungen ist selbst früh um fünf die letzte Dorfpiste frei von Schnee und Eis.

Wir leisten uns Luftbrücken, fliegen ins All, führen Krieg (Mit WIR meine ich natürlich nicht UNS als Tätervolk! WIR helfen nur.) und auch sonst ist alles super dufte, nur der jeweils erste Tag des heftigen Schneefalls wird nicht bewältigt. Das kotzt mich im Namen mehrerer Kraftfahrzeugführer, Steuerzahler, die zur Arbeit müssen, älterer Mitbürger, die an Fußgängerüberwegen schwer zu Sturz kommen und auch jener an, die vielleicht mit dem Fahrrad nochmal an die Tankstelle müssen um Getränke zu erwerben.

Bis zum nächsten Jahr und guten Rutsch!

(octapolis)


November Hupe 2oo4: Julia Bonk

Warum? Darum:

Die 18jährige Jungabgeordnete der PDS im sächsichen Landtag ist nach ihrem Cheffe, Porsch´s Peter, schon die zweite aus der sächsischen PDS, die mit unserem, wahlweise als Kleinkunstpreis, virtuellem Briefbeschwerer oder schlicht digitalem Hupenzertifikat einzustufenden Titel bedacht wird.

Das Kommunistenküken brauchte dazu gerade mal zwei Aktionen.

Zum einen schmückte sie ihren, mit Modelqualitäten ausgestatteten Körper am ersten Tag im Amt mit einem Shirt mit dem Aufdruck "Mehr Spaß ohne Nazis". Fand bis auf die eigenen Kollegen und diverse einschlägige Zeitungen allerdings keiner so recht witzig, schon gleich gar nicht der demokratisch gewählte NPD Flügel. Wie auch immer, solche Aktionen geraten schnell zur Albernheit.

Zum anderen machte sie, mittlerweile wieder in züchtiges Tuch gehüllt in Tateinheit mit dem Geständnis gelegentlich bewußtseinserweiternde Substanzen zu konsumieren den Vorschlag, mehrere Drogen zu legalisieren, was wiederum ein paar Scherzkekse aus der vorneweg angegriffenen Partei dazu brachte den Slogan "Schöner Leben ohne Drogen" anzubringen.

Ich möchte wetten, Frau Porsch´s Sohnemann war über dies alles nicht erfreut. Eigentlich auch egal, es zeigt nur, mit welchem Unvermögen auf Landesebene versucht wird politisch zu wirken und sich um wirklich wichtige Themen zu kümmern.

Dir, liebe Julia, möchte ich eine Einladung zum gemeinsamen Biertestabend mit der Channel 666 Fraktion aussprechen, bei der wir noch mal über alles reden können. Bis dahin nimm diesen Preis, teile ihn meinetwegen mit anderen lustigen Leuten im Landtag und richte ihnen von mir ein "An die Arbeit, ihr Holzköpfe!" aus. Bis dann.

(octapolis)


August Hupe 2oo4: Wolfgang Clement

Warum? Darum:

Der von unserer demokratisch gewählten Regierung eingesetzte Minister für Wirtschaft ließ es sich nicht nehmen gegenüber der 'Leipziger Volkszeitung' verlauten zu lassen, dass die Bezeichnung 'Montagsdemo' für die jüngst angelaufenen Proteste gegen die Arbeitsmarktreform, im speziellen gegen das Hartz IV Konzept, eine Beleidigung für die historischen Montagsdemos, die ja bekanntlich eine friedliche Wiederverinigung zweier deutscher Staaten auf den Weg brachten, sei.

So weit so gut, Geschmackssache.

Weiter stellte Herr Clement fest, dass der Skandal nicht die Arbeitsmarktreform wäre, 'sondern die Arbeitslosigkeit und die Gewöhnung an sie.'.

Nun ja, diese Äußerung rechtfertigt dann schon ein leises Aufbegehren. Aber damit nicht genug.

Im ganzen sieht unser Wirtschaftsminister die PDS als Initiatior der Demonstrationen fehl am Platz, denn seiner Meinung nach habe der Zusammenbruch der kommunistischen Staatswirtschaft die Probleme erst verursacht.

Tja, Wolle, sollen wir die Mauer wieder aufbauen, oder wie hätte er es gern? Sollten diese Äußerungen wirklich voller Ernst sein, so hast Du Dir (wir Genossen duzen uns ja) die Hupe voll verdient, sollte es sich jedoch herausstellen, dass diese Schote im Zustand geistiger Umnebelung über Deine Lippen gekommen ist, entfällt selbstverständlich der Anspruch auf diese Ehrung, Ich würde unsere virtuelle Trophäe dann symbolisch nächsten Montag direkt nach der Kundgebung wieder bei Dir abholen.

(octapolis)


Mai Hupe 2004: Manfred Stolpe

Warum? Darum: Ist das gerecht? Da kreucht ein einst, zumindest im Osten, beliebter, jedoch zusehens senil werdender und obendrein noch orientierungsloser Opi durchs Unterholz der deutschen Politik, plappert Schwachsinn vor sich hin, spielt anderen Bürgern Streiche und niemand fängt und liefert in ein?

Aber mal im Ernst, in einer Zeit in der die Unfähigkeit der Regierung kaum noch von der der aüßerst debilen Opposition zu unterscheiden ist, der Bürger als solcher nahezu täglich mit neuen Einschnitten zu kämpfen hat, der Finanzminister nicht mehr erklären kann wo hinten und vorn ist, bekleckert sich unser Manfred mächtig mit Ruhm. Denkt er zumindest.

Da wurden zuerst Milliarden in den Sand gesetzt um ein Mautsystem zu profilieren, welches bis heute noch nicht so richtig funktionieren will. Auch hat sich der deutsche Staat als solcher schön lächerlich gemacht, denn in unseren Unionsnachbarstaaten gibt es seit zig Jahren sehr wohl funktionierende Systeme, die man getrost hätte übernehmen können, doch Manfred samt darin verwickelte Industrie wollten höher hinaus, verarschten sich gegenseitig und verschwendeten so Unsummen von Steuergeldern, die dem geneigten Zahler selbiger in Form anderer Reformen und Reförmchen nun noch mal aus dem Kreuz geleiert werden.

Grund zu Rücktrittsgedanken? Nicht so Herr Stolpe. Er philosophiert vielmehr über eine Maut für PKW. Ökosteuer, Mineralölsteuer und was weiß der Fuchs nicht alles und nun noch plus Maut? Jawoll, man gönnt sich ja sonst nichts im täglichen Straßenverkehr.

Allein für diesen, vielleicht unvorsichtig, laut gadachten Dünnschiss gehört dieser Mann zur Hupe des Monats gekürt.

(octapolis)


April Hupe 2004: Peter Porsch

Wer? Aha: Prof. Dr. Peter Porsch ist Fraktionsvorsitzender der Partei des Demokratischen Sozialismus, alles andere unter peter-porsch.de (Diese Internetpräsenz alleine ist schon die Hupe wert!).

Warum? Darum: Keine große Sache, aber dennoch Hupe genug.

Am 30. April finden traditionell hier und da kleine oder größere Feuerchen statt um Hexen abzukokeln, den Winter zu verjagen, neue EU-Mitgliedsländer zu begrüßen oder für was auch immer. Natürlich war auch ein kleines Streichholzgeschwader aus dem Channel666Rennstall anwesend, in diesem Fall an der Feuerwache Loschwitz. Zu vorgerückter Stunde wurden wir per Anruf zum Schlossplatz deligiert, wo Camouflage das Volk mit ihren Hits beglückten. Gesagt, getan und man kam in Rekordzeit und Uwe Ampler Manier wenige Minuten später am Zielort an, um den Herren noch etwas zu lauschen. Diese waren dann auch irgendwann fertig und nun trat neben einer höchst talentfreien Moderatorin unser Porschl auf den Plan.
Dieser, so berichtete er gifitgst, mußte kurz zuvor das Gerede von Helmut Kohl in Görlitz (glaupich) über sich ergehen lassen und mußte sich darüber erst mal aufregen, wie ein kleiner dummer Junge. Klingt jetzt vielleicht alles banal, muß man erlebt haben.

Wenn die PDS noch mal was reißen will im beschissensten Freistaat, dann sollte sie davon absehen alte, verbitterte, sich nicht artikulieren könnende und einfach nur peinlich wirkende Genossen auf Volksfeste zu schicken.

Dafür darf´s böse Peterle die Hupe des Monats sein.

(octapolis)


Januar Hupe 2004: Florian Gerster

Warum? Darum:

Vorhang auf, Musik, Spot an.
Gerhard Schröder betritt die Bühne. 'Florian! Du mußt gehen.'
Der Gerufene schaut von seiner Solitairpartie auf. 'Nein, Gerhard, heute ist doch der Struck mit Bier holen dran.' Darauf Schröder: 'Nein, du Blödmann, erstens geht heute Münti in den Getränkestützpunkt und du bist zweitens gefeuert, verstehst du!? Sozusagen immer noch angestellt beim Arbeitsamt, nur weiter unten auf der Leiter, haha.'
Gerster wird böse. 'Was heißt hier so lapidar Arbeitsamt? Das ist die Bundesagentur für Arbeitsvermittlung, ein moderener Dienstleister und das habe alles ICH gemacht. Alles meine.'
'Mensch, Flo' beschwichtigt der Kanzler 'aber die vermitteln halt keine Arbeit, die Leute wollen dich nicht mehr. Aber ich geb dir 8000 Euro Rente, da biste dann der bestbezahlteste Arbeitslose im Land, haha. Und ne Abfindung. Und dir Doris hat Kekse gebacken, da bekommste auch ne Tüte. Und Tschüs.'
'Na gut, dann gehe ich eben...'

So oder so ähnlich könnte es sich zugetragen haben, als der nunmehr Ex-Bundesminister für Arbeit Florian Gerster an die Luft gesetzt wurde. Bei der Abfindung, den Bezügen und Doris' Keksen, sicherlich zu verknusen, obwohl sich der Gute als Opfer einer Kampagne sah. Aber bei aller Ministerliebe: Sind die vielen Arbeitslosen und Sozialfälle in diesem Land eine Kampagne? Wohl eher nicht und deshalb ist er die Hupe des Monats.

(octapolis)


Oktober-Hupe: Achim Mentzel

Warum? Darum:

Es gibt Sachen die sind gut, z.B. ein romantisches Abendessen zu zweit. Dann gibt es Sachen die sind schlecht, z.B. das Ozonloch. Es gibt natürlich auch Sachen, die sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind, z.B. der Zustand meines Autos. War es das? Nein!
Es gibt einen der ist dermaßen schlecht, dass er schon wieder gut und schon wieder schlecht ist, ein Furunkel am Gesäß des Ostens, sein Name: Achim Mentzel.

Dieser Mann war schon Mitte der Achtziger nur peinlich (da hat der geneigte Schlagerfan noch lachen können), schafft aber das Kunststück immer bescheuerter zu werden. Volksmusiksendungen auf einem Niveau eines in der Kanalisation verendeten Karpfens veredelt mit einem Humor, den nur wenige seiner Schnurrbarthaare teilen und als Krönung seit öchzig Jahren das selbe, dümmliche Dauergrinsen in einem ohnehin schon erbärmlichen Antlitz.

Ich frage mich lediglich, ob er einen Schwager oder so was beim Fernsehen hat, oder wie schafft er es sonst immer wieder seinen Unrumpf vor die Kamera zu schieben? Auch die Nummer mit Kalkofe ist komplett für den Eimer, aber wem sag ich das.

In diesem Sinne, lieber Achim, nimm deine Spreewaldgurken und halt die Luft so lange wie möglich an,

dein Octapolis


August-Hupe 2oo3: Die Sonne

Warum? Darum:
Sonne, die, Fixstern, um den sich unsere Planeten bewegen und von dem sie Licht und Wärme eralten. Die S. hat Kugelgestalt (Durchmesser 1 392 000 km) und erscheint uns in einer mittleren Entfernung von 149,6 Mio. km als eine Scheibe. Ihre Masse enspricht 333 000 Erdmassen, ihre D 0,26 der mittleren Erddichte; die Temperatur an ihrer Oberfläche, der Photosphäre, beträgt rd. 6000 K, im inneren 15-20 Mio. K. (...) blablabla
(Brockhaus, siehe Sonne)

Sonne, die, Qüalgeist, gelber Blödmann, nervt, bringt Leute zum Schwitzen, man hat den Eindruck sie will dieser Tage die Schatten durchsichtig machen. Bewegungshemmend, nervenraubend, schweißtreibendes Subjekt, welches in ca. 1 Milliarde Jahren zum 'Roten Riesen' aufbläht und explodiert, die Erde somit in die ewigen Jagdgründe schickt.
(Octapolis, siehe Affenhitze)

PS: Ich hoffe auf einen langanhaltenden bösartigen Winter, lieber heute als morgen.

(octapolis)

Mai-Hupe 2oo3: Howard Carpendale

Warum? Darum: Jammert unser südafrikanischer Trändrüsenimport in sämtlicher Revolverpresse, dass er an Multipler Sklerose erkrankt sei, sogar sein Sohn war ganz traurig. Während eine Best Of CD in den Handel kam und zeitlgleich eine definitv letzte Tournee angekündigt wurde, hörte man dass Herr Carpendale (der Fan sagt Howie) vor lauter Karten- und CD-Verkäufen wieder dermaßen genesen sei, quasi ein Wunder. Kein MS mehr. Vielleicht war´s ja nur eine Erkältung. Oder Altersbosheit. Oder einfach nur der geschmackloseste PR-Gag seit langem? Oder haben wir was falsch verstanden und er meinte nur, er habe sich ein neues MotorSchiff zugelegt.
Klasse Howie! Mir fallen abschließend noch vom Meister selber vorgetragene Worte ein:
"...dann geh doch!"

(octapolis)


April-Hupe 2oo3: Michelle Hunziker

Warum? Darum: Eigentlich war ich schon drauf und dran, wenn auch etwas verspäte,t die erste DoppelHupe zu verleihen. Spengemann hat sie sich ebenso verdient. Aber bei genauerer Betrachtung ist mir aufgefallen das seine blonde Kollgegin noch ein paar Meter mehr neben der Mütze läuft. Nicht das der Spengemann nicht schlecht moderieren würde, nein, aber der sorgt wenigstens zwischendurch mit gekonnten Einzelaktionen für den ein oder anderen Brüller und da der vermißte Ring wieder aufgetaucht ist haben wir ihn alle wieder lieb.

Zurück also zu Frau Hunziker. Wir notieren: Spricht mehrere Sprachen, war mal mit Eros "Ich werde immer älter und habe schon in jungen Jahren viel geweint" Ramazotti liiert, war mal Model (für was auch immer) und moderiert neuerdings im deutschen TV die sensationelle Show "Deutschland sucht den Superstar". Der Fan sagt übrigens kurz DSDS. Das jedoch tut sie so schlecht, das einem selbiges werden könnte. Mit einem Dauergrinsen, einem von mehreren 1000Watt Scheinwerfern ausgeleuchtetem Dekoltee und einem Wortschatz, der keiner ist quälte sie durch bloße Anwesenheit monatelang den geneigten Zuschauer. Ich kenne auch Leute, die auf solche Frauen, bzw. speziell diese 'Entertainerin' stehen, aber diese Leute werden diese Zeilen warscheinlich nicht lesen. Falls doch... ich sag´s nicht... bin ja höflich...

Summa summarum, die Frau hat sich´s echt verdient und da die Hupe ja gerne symbolisch vergeben wird, bekommt Michelle (darf man so was beim Vornamen nennen?) sie stellvertretend für alle anderen Talentemoderatoren im deutschen TV.
Bis zum nächsten mal, wenn es dann wieder heißt: Deutschland sucht den Moderator.

octa

Hupe: Nena
Warum? Darum: Als wäre die momentane Schwemme an Coverversionen, bevorzugt aus den Achtzigern, nicht schon Martyrium genug für das ohnehin schon von unzähligen existenzunwürdigen Radiostationen geschundene Ohr, die jeden noch so preiswerten Müll über den Äther jagen, macht Nena mal was ganz anderes, sie spielt ihre eigenen Lieder nach, nur in etwas überarbeiteten und modernen Fassungen.

Jetzt stellt sich der Durchschnittsbürger vielleicht 3 Fragen...

1. Macht Nena Coverversionen? oder Wer ist eigentlich Nena?
Antwort: Sicher bist du noch etwas jünger als der Onkel Octa. Nena war Anfang bis Mitte der 80er Jahre eine sehr erfolgreiche Sängerin. Sowas wie Blümchen nur anders damals.

2. Warum hört der solche Sender, wenn er sich dadurch belastet fühlt?
Antwort: Weil es Situationen (bei der Arbeit, öffentliche Plätze wie Kneipen oder Rolltreppen etc.) gibt, wo ich leider, selbst beim besten Willen keine Möglichkeit habe daran vorbei zu kommen und mich der beschissene Leuchtturm ständig verfolgt und in regelmäßigen Abständen heimsucht.

3. Was meckert der Arsch über Nena?
Antwort: Weil das in meinen Augen, auch wenn´s im Rahmen einer zwanzig Jahre Nena CD mit dem selbstironischen (?) Titel "Nena feat. Nena" passiert, einfach symbolisch für die heute Musiklandschaft ist und in meinen Augen der Gipfel der Ideenlosigkeit und Geldgeilheit.

Natürlich gibt es viele Leute, die das Produkt konsumieren, weil sie entweder zu der Generation gehören, die Anfang 80 noch ihren Vätern die Wirbelsäule rauf und runter gesaust sind oder die einfach eh alles toll finden was sie irgendwie, irgendwo, irgendwann (huch!) vorgesetzt kriegen, Hauptsache nicht nachdenken.
Ich will auch niemandem seinen persönlichen Geschmack schlecht reden, aber wie gesagt, es ist symbolisch und deswegen ernenne ich dir gute Nena als Übermutter einer Unmode zur Hupe.

Ich geh jetzt Luftballons zerstechen,
Octa

Hupe: Onkel Jürgen Trittin
Warum? Darum: Ihm gebührt keinesfalls die ganze, alleinige Ehre unseres Hupendenkmals, denn auch hier waren mehrere kluge Köpfe beteiligt, aber wie das so ist, einer muß den Kopf hinhalten bzw. die Ehrung im Namen seiner Mitarbeiter entgegen nehmen.
Jürgen Trittin also. Warum ist er eine Hupe möchte man fragen. Er hat sich doch erst das letzte Fossil der Geschmacklosigkeit über seiner Lippe abrasiert, aller Ehren wert eigentlich. Aber dennoch gibt es ein Reizthema:
Dosenpfand.
Nicht das ich bzw. der Kanal als solcher was gegen umweltfreundliche Verpackungstechniken hätte, aber bitte in einer anderen Form.
Im Moment ist mein Portmonee sehr gut gefüllt, allerdings mit Zwangspfandwertmarken von Plus und Leergutbons von Netto. Ein Getränkehändler in meiner Nähe verlangt gar keinen Pfand und verkauft trotzdem pfandpflichtige Gebinde. Wie man leicht feststellen kann, ist das Gesetz völlig unausgegoren, lückenhaft, ein typischer Schnellschuß, der dem Verbraucher von müdem Lächeln bis zur Verwunderung wieder mal einiges abverlangt.
Ich sehe vor meinem geistigen Auge die Endlösung schweben: SERO-Annahmestellen, natürlich dann neu erfunden, und hochgelobt. (Für unsere Freunde jenseits des ehemals vermienten Streifens: SERO-Annahmestellen waren in der DDR Leergut-, Altpapier- und Altpappeannahmestellen, wo es den entsprechenden Pfand bzw. einen Papierkilofestpreis retour gab).
So, Onkel Jürgen jetzt weißt du es...
Dein Octa

Hupe: Der Typ der bei der Lastkahnsprengung erschlagen wurde
Warum? Darum: Beim legendären Hochwasser im August 2002 begab es sich, dass sich in Decin (Tschechien) einige Lastkähne losrissen und die Elbe herunter trieben. Wenn eine Brücke schon fast komplett im Wasser steht passt kein Boot mehr drunterdurch und wenn selbiges gegen die ohnehin schon stärker belasteten Brückenpfeiler knallt, dann war´s das. Um das zu vermeiden sollten die Kähne gesprengt werden, was dann auch ganz gut gelang. Wie überall gabs natürlich wieder Gaffer. Wenn man mal ehrlich ist, fast jeder würde mal ne Runde Hochwasserguckschön machen, wenn man es vor der Haustür hat, nur eben ohne andere zu behindern. Auf jeden Fall dachte unsere Hupe des Monats, geh ich mal auf die Brücke, da seh ich mehr. Als dann bei der Sprengung Teile herumflogen, bekam er eins an den Kopf und war tot. Deswegen wird er hier stellvertretend für alle anderen, die die Hilfstrupps bei irgendwas behindert haben, nur weil sie ihre Neugier befriedigen mußten, zur Hupe ernannt.
(octa)

Die Juli-Hupe 2oo2: Marcel Reich Ranicki
Warum? Darum: Der Mann sieht nicht gut aus, spricht schlecht und leidet unter akutem Verwfolgungswahn in Einheit mit Altersbosheit im Endstadium. Der Kanal bittet alle Altersheime nach freien Plätzen zu suchen und MRR schleunigst aufzunehmen. Vielleicht kommt er ja in einer RentnerAOKHüpfballGruppe auf andere Gedanken und das mit den Grimassen kriegen wir auch noch in den Griff, vielleicht durch eine Gesichtsentfernungscreme oder einen bunten Integralhelm. [octa]


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